Sonntag, 29. Oktober 2017

eine stürmische Nacht

Zwei Uhr achtzehn
Ich bin aufgewacht vom Schmerz.
Er kommt ganz langsam, ich kann ihn nicht aufhalten.
Zuerst verstärken sich die eh immer vorhandenen Gesichtsschmerzen und die Schmerzen auf den Handrücken. Sie werden intensiver, besitzergreifender.
Dann kommt der Schmerz aus den Beckenknochen, schiebt sich über die Hüften die Oberschenkel entlang.
Jetzt ist der Moment gekommen, an dem ich in meinem Kopf meinen Körper zerlege.
Die Beine müssen weg. Ich schraube sie ab und schiebe sie zur Seite, weg von mir.
Schade, es ist schon zu spät, der Schmerz ist im Brustkorb.
Er schiebt sich vom Brustbein (wann kam er dort hin?) nach unten an jedem einzelnen Rippenbogen beidseitig und synchron entlang. Gleichzeitig plätschert aus dem Nackenbereich der Schmerz  in die Oberarme.
Ich schnappe nach Luft, es bohrt und wühlt unter / hinter dem Brustkorb.
Ich horche in mich hinein: ...  ist es doch etwas anderes ? Herzinfarkt ? Magen?
Nein : diese Schmerzen sind gute Bekannte.
Die Fußsohlen, sie brennen im Liegen, ich will nicht auftreten müssen.
Die Oberschenkel liegen neben mir und werden mit einem Messer gequält. Meine Handrücken werden mit gleichbleibendem Druck gequetscht. Das Gesicht wird von einer Maske zusammen gedrückt. Nebenbei schwellen meine Tränensäcke an, ich kann sie spüren.
Langsam verstärkt sich der Druck in der Magengegend.
Mir wird schlecht, ich muss mich zwingen , aufzustehen. Ich schleppe mich ins Bad und irgendwann ist der Magen leer, die genommenen Schmerzmittel sind in der Keramik verschwunden.
Zurück ins Bett, ich sehe nichts mehr. Die Augenmigräne schiebt große Prismen in Regenbogenfarben durch mein Gesichtsfeld. Aufstehen und Espresso machen?
Unmöglich, ich schaffe es nicht. Die Kopfhaut prickelt.  Schlaganfall?
Quatsch, ich reiße mich zusammen, zerkaue schnell Aspirin/ Coffein Tabletten.
Warten.
Nichts geht mehr.
Aushalten.
Der Sturm draußen wird immer stärker, er bläht sich auf, die Schiefer klappern.
Er fährt genauso zwischen meine einzelnen Hautschichten, zieht sie zusammen, lässt sie schrumpfen.
Auf dem Brustbein werden die Hautschichten mit einer Nagelfeile malträtiert, die Schulterblätter werden mit einem Bohrer ganz langsam angebohrt, die Beine bin ich ja los, aber die Hüftknochen werden angenagt, das Gesicht löst sich im Schmerz auf.
Ich schließe die Augen. Weil ich weiß, dass es vorbei geht, ergebe ich mich.
Irgendwann schlafe ich vor Erschöpfung ein.
Stunden später sortiere ich mich und meine abgeschraubten Körperteile.
Ich fühle mich, als wäre ich der Mittelpunkt einer Massenschlägerei gewesen.
Ich bin schlapp und müde.
Stolz, es wieder überstanden zu haben.
Ich bin nicht in der Klapse gelandet und habe mir nichts angetan.
Tränen füllen die Augen: Ich bin nicht krank, ich habe Fibromyalgie. 




Montag, 16. Oktober 2017

mit Hoch "Tanja" in Regensburg

Am Dienstag schwärmte der Wetterbericht von einem zu erwartenden Hoch am Wochenende: 
Also haben wir fix ein Ausflugsziel gesucht, ein Hotel gebucht
 und dann gehofft, dass das Hoch nicht noch abbiegt.
Hat "Tanja" nicht gemacht und uns somit ein wunderschönes Wochenende mit klasse Temperaturen und super Sonnenschein in einer sehr schönen Stadt beschert.



Nachdem wir einen etwas waghalsigen Aufstieg im achtstöckigen Nordturm der Dreieinigkeitskirche heil überstanden hatten, wurden wir mit einem herrlichen Rundblick über die Stadt entschädigt.




Unser Hotel (grünes Haus) Kaiserhof am Dom

 
liegt mitten im Zentrum und direkt gegenüber vom Dom.




Am Sonntagvormittag nach einem ausgiebigen Frühstück waren wir zum Gottesdienst im Dom.
Denn als Singknaben der Kathedrale St. Peter gestalten die Regensburger Domspatzen während der Schulzeit an jedem Sonn- und Feiertag die feierliche Liturgie. 
Und das war wirklich richtig schön.


 Danach ging es in  Richtung Donaustauf, die Walhalla war schon aus dem morgendlichen Herbstnebel raus.








Wer noch nicht dort war, sollte es tun.



Und einer,


 der hier auch wohnt, hat es treffend gesagt:





Samstag, 9. September 2017

Bamberger Marionettentheater

Menschen,wie ich, sitzen im Musical und sind nicht nur vom Geschehen auf der Bühne und der Handlung fasziniert, sondern fragen sofort :
Wie funktioniert das ?“
Zum Glück hab ich eine beste Freundin, die weiß,wie ich ticke und mir
deshalb zum Geburtstag einen Abend im Bamberger Marionettentheater geschenkt hat.
Und so saß ich auch hier ganz gebannt neben ihr und konnte es kaum erwarten, Backstage zu gucken, wie die beiden Puppenspielerinnen die Marionetten so führen, dass man sich in dem Puppenspiel verlieren kann.



hier geht's zur Homepage 


                                       Das ist der ganze Zuschauerraum 
                       und rechtzeitiges Kommen macht hier wirklich Sinn.                                     
                   Wir waren die Ersten und saßen somit in der ersten Reihe :-)


 die Bühne:


            Rundherum in den schön restaurierten Räumen gibt es viel zu schauen:











                                           Wie es Backstage aussieht?
            Da hatte ich keine Zeit zum Fotografieren, geht mal selber gucken :-)
Und wenn ihr Glück habt, habt ihr auch so ne beste Freundin.
                                    Ich wünsche es euch.












Danke